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Handball – ein unterschätzter Teamsport mit Pfiff

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Dem Handball wurden in den letzten Jahrzehnten ein eher trauriges Image zugeschrieben. So sprach man von einem trockenen Hallensport, der gelenkschädigend und strapaziös für die Bänder sei, und kaum Spaß machte. Doch nicht zuletzt durch den Sieg der deutschen Handballmannschaft wurde der Sport in den deutschsprachigen Gebieten wieder etwas beliebter und die Zahl der aktiven Handballer stieg. Denn trotz der vielen Vorurteile bietet der Sport Spannung, Unterhaltung und ist äußerst gesund für Körper und Geist. Nicht zuletzt unterschiedet sich der Sport durch seine Gruppendynamik von den meisten Trendsportarten im Jahre 2015, wie Freeletics, Crossfit, naturales Bodybuilding oder andere Sportarten, wo man im Endeffekt immer ein Einzelkämpfer bleibt. Handball ermöglicht körperliche Fitness, ohne gleichzeitig den Spass und den sozialen Aspekt untereinander zu unterbinden oder durch das konstante Training sozialen Kontakt auszulassen.

Stichwort Strategie

Der Mannschaftssport arbeitet im Gegensatz zu den meisten Trendsportarten im Team, schweißt zusammen und schafft so neue Freundschaften.  Sehr wichtig ist auch das gemeinsame Ausarbeiten einer guten Taktik, jede Position muss abgesprochen sein. So sollten flinke Personen eher hinten stehen während groß und hoch gebaute Teammitglieder den Ball eher weiter vorne kontern oder passen können. Durch das schnelle und durchdachte Spiel, indem alles untereinander abgesprochen sein muss, entsteht ein ausgeprägtes Gruppendenken, aus dem sich oft neue Freundschaften fürs Leben entwickeln.

Gesünder als man denkt

Auch wenn Handball auf einem relativ kleinen Feld stattfindet, ist die Geschwindigkeit und Koordination im Spiel sehr ausgeprägt. Für Diabetiker und adipöse Menschen eignet sich der Sport ebenfalls bestens: Bei einem Körpergewicht von 60 Kilo kann man beim Handballspielen in einer einzigen Stunde schon mal mehr als 700 Kilokalorien verbrennen – weitaus mehr als Sie im gewöhnlichen Fitnessstudio verbrennen würden. Bei Matches dauert das Spiel zwei Mal dreissig Minuten, mit einer 10 minütigen Pause dazwischen- optimal für Leute die mit Gewichtsverlust und Fettverbrennung anfangen wollen! Auch die Kondition wird trotz spontaner Sprinteinheiten verbessert, so eignet sich der Sport auch optimal als Ergänzung für die Vorbereitung für Marathons oder Radrennen. Und ganz nebenbei sind sie durch das Spiel abgelenkt und vergessen wie schweißtreibend der Sport eigentlich ist.

Ein konstantes Verletzungsrisiko?

Der Ballsport ist mitnichten schnell und damit auch durchaus riskant. Jedoch finden die allermeisten Verletzungen in Profiligen statt, in denen schon mal mit Bällen von über 100 Stundenkilometer geworfen wird. Wer den Sport als Hobby betreibt, läuft zwar immer noch Gefahr sich eine leichten Prellung zu holen, oder sich schlimmstenfalls eine Muskelverletzung an Land zu ziehen, bedenken Sie jedoch dass jeder Sport ein gewisses Gefahrenpotenzial birgt, selbst Yoga oder Radfahren. Außerdem kann zu hartes Spielen durch Absprache und Besprechung vor den Spielen ebenfalls vermieden werden. Rein statistisch liegt die Verletzungsgefahr, bei einer Stunde Spielen bei 1,38 Prozent – ein Wert der beim Training mit Gewichten, im Fitness Center oder in der Natur weitaus höher ist!

Handball spielen in der Schweiz

Die Schweiz besitzt ein ausgeprägtes Angebot an Handballvereinen und -teams. Am besten wendet man sich, sofern man einem Handballteam angehören will, an den Schweizerischen Handball-Verband (SHV). Egal ob Sie dort nur hobbymässig 2 bis 3 Mal die Woche spielen wollen, oder ob Sie sich zu einem Nachwuchstalent in Ihrer Altersklasse hocharbeiten wollen, hier sind Sie richtig. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Handball-Regionalligen in der Schweiz.
Handball ist ein aufregender, fordernder aber auch fördernder Sport, der immer mehr Menschen hilft, mit ihren Körpern in Balance zu sein und Spaß am Sport zu finden. Wer sich einem Team anschließt, kann neue Kontakte knüpfen und weit mehr schaffen als nur schnell und effizient Kalorien verbrennen und zum gewünschten Körper kommen. Schließlich handelt es sich bei dem um 1950 gegründeten Sport um einen vergleichsweise jungen Ballsport, der noch viel Wachstum vor sich hat, und besonders junge Menschen mehr und mehr anzieht und fasziniert.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 28. September 2015 von und getaggt mit , , , .